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Seite zuletzt geändert: 19.07.2019

Aktuelles



!! Medikamentenbestellung !! Die von den Mitgliedern bestellten Medikamente sind eingetroffen und können beim Kassierer abgeholt werden. Bitte zeitnah mit dem Kassierer in Verbindung setzen und Termin zur Abholung vereinbaren.


Terminänderung zum Herbstausflug (Stadtführung in Ulm)! Näheres siehe unter "Verein/Termine 2019/Oktober".


Jahresfarbe für Königinnen 2019: grün


Neuigkeiten


Informationen rund um Bienenwachs und zum neuen Verpackungsgesetz

Veröffentlichung: Deutscher Imkerbund e.V.


D.I.B. Aktuell - Das Infomagazin des Deutschen Imkerbundes e.V.

Zur Ausgabe Juli 2019 siehe nachfolgenden Link


Interessantes


Neue Erkenntnisse im Kampf gegen Bienenkrankheiten

Wissenschaftler der Universität in Cambridge fanden eine bemerkenswerte Fähigkeit der Bienen heraus. Demnach sind Bienen in der Lage, ihre Abwehrkräfte gegenüber Krankheitserregern auf ihre Nachkommen zu übertragen. Dies erfolgt bei der Fütterung ihrer Larven mit Gelée royale.

Die Forscher beschäftigen sich mit Viruserkrankungen der Bienen und stellten experimentell fest, dass bei Fütterung der Bienen mit RNA, die ein Segment eines Virus enthielt, eine Immunreaktion ausgelöst wurde, also quasi eine Wirkung wie ein Impfstoff hatte.

Diese Erkenntnis könnte zur Entwicklung von nachhaltigen Immunisierungsstrategien im Kampf gegen Bienenkrankheiten führen.

Näheres siehe nachfolgenden Link.


Fernsehbeitrag "Deutschland von oben"

In der am 4. März 2019 ausgestrahlten 3sat-Sendung "Deutschland von oben" ist unter anderem auch ein interessanter Beitrag zu Bienen enthalten, in dem über die wissenschaftlich untersuchte Fähigkeit der Bienen berichtet wird, dass sie sich Landschaften im Gedächtnis behalten können.

Siehe nachfolgenden Link zu diesem Fernsehbeitrag. Der Beitrag zu den Bienen beginnt ab Minute 28:44 der Filmaufzeichnung.


Amtsgericht Bad Waldsee fällt Urteil im Wachsskandal

Mitte November 2018 wurde ein Mittelwandhersteller aus dem Bereich Ravensburg wegen Betrugs in 17 Fällen zu einer Geldstrafe rechtskräftig verurteilt. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg warf dem Hersteller vor, er habe mit Paraffin und Stearin gestreckte Mittelwände verkauft. Dadurch sei u.a. ein Schaden durch Völkerverluste entstanden. Mehr dazu unter dem nachfolgenden Link.

Pressebericht zum Urteil des Amtsgericht Bad Waldsee im Wachsskandal

Nächster Prozess im Zusammenhang mit Wachsskandal

Der Ausgabe 5/2019 der Imkerzeitschrift "Deutsches Bienen-Journal" ist zu entnehmen, dass im Zusammenhang mit dem Wachsskandal demnächst ein weiterer Prozess am Amtsgericht Hildesheim stattfindet. Demnach bot der angeschuldigte Imker, zugleich Mittelwandhersteller, über Ebay 400 Kilogramm Bienenwachs aus einer angeblichen Imkereiauflösung an. Nachdem sich ein Käufer fand, wurde dem Käufer im Nachgang eine Tonne Wachspastillen für die Mittelwandherstellung angeboten, die angeblich von einem namhaften Wachsumarbeiter stammen sollten. Auch das nahm der Käufer ab, wollte jedoch einen Nachweis über die Herkunft der Wachspastillen. Dieser Nachweis wurde nicht geliefert. Der Käufer, jetzt Geschädigter im Betrugsprozess, ließ die Pastillen vom Bieneninstitut Hohen Neuendorf untersuchen. Ergebnis: Die Wachspastillen bestanden nahezu zu 100% aus Paraffin. Der Verkäufer lehnte eine Rücknahme ab. Jetzt wird er vor dem Amtsgericht Hildesheim zur Rechenschaft gezogen. Der Prozess findet vermutlich im Mai 2019 statt. Der angeschuldigte Imker soll bereits durch andere Vorfälle polizeilich in Erscheinung getreten sein.


Studie der Universität Hohenheim

Die Universität Hohenheim veröffentlichte eine Studie unter dem Thema "Eine ökonomische Analyse des Imkerei-Sektors in Deutschland", die einen (Zitat:) "umfassenden Einblick in die aktuelle Situation des Imkereisektors und seine volkswirtschaftliche Bedeutung in Deutschland" gibt.

Viel zu lesen unter dem nachfolgenden Link, jedoch sehr interessant.


Was machen unsere Landtagsabgeordnete? Zum Beispiel zum Thema Imkerei?

Hier ein kleiner Einblick in die Arbeit der Volksvertreter im Landtag von Baden-Württemberg in der Form einer sogenannten "Großen Anfrage" vom 17.04.2018 an die Landesregierung zum Thema:

  • Rückgang der Bienenpopulation und die Situation der Imkerinnen und Imker in Baden-Württemberg

sowie eine "Kleine Anfrage" vom 17.10.2018 mit ergänzenden Fragen zu der o.a. Großen Anfrage.

 

Zum Anderen machten sich die Abgeordneten auch Gedanken zu Pachtzahlungen bei Aufstellung von Bienenvölkern im Staatsforst von Baden-Württemberg und auch zum Recht des Befahrens von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen.


Beachtenswerte Hintergrundinformationen des Europäischen Parlaments

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments forderten am 01.03.2018 die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, mehr für den Schutz der Bienengesundheit, der Bekämpfung der Honigverfälschung und der Unterstützung der Imker zu tun.

Hierzu verabschiedeten sie eine sogenannte Entschließung mit sehr interessanten Hintergrundinformationen. Lesenswert!

Hier ein kleiner Auszug (ausführlicher zu lesen im nachfolgenden Originaldokument - siehe Link):

Die Abgeordneten hielten u.a. fest,

  • dass sich in manchen Drittländern die Menge an erzeugtem und an exportiertem Honig in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt hat;
  • dass die EU gerade einmal zu 60 % ihren eigenen Bedarf an Honig produziert und dieser Prozentsatz nicht steigt, wohingegen sich die Zahl der Bienenvölker in der EU zwischen 2003 und 2016 fast verdoppelt hat und die Zahl der Imker während desselben Zeitraums von etwa 470 000 auf etwa 620 000 gestiegen ist;
  • dass die EU jährlich etwa 40 % ihres Bedarfs an Honig einführt;
  • dass eingeführter Honig im Jahr 2015 durchschnittlich 2,3 Mal billiger war als in der EU erzeugter Honig;
  • dass die EU jährlich etwa 200 000 Tonnen Honig einführt, hauptsächlich aus China, der Ukraine, Argentinien und Mexiko, wodurch Imkern aus der EU gegenüber Erzeugern aus Drittländern ein erheblicher Wettbewerbsnachteil entsteht und ein höheres Maß an Selbstversorgung verhindert wird;
  • dass die Verbraucher oft glauben, Honig aus der EU zu verzehren, wenn ein Teil dieses Honigs in Wirklichkeit eine Mischung von Honig aus der EU und aus einem Drittland ist, während ein Großteil des eingeführten Honigs verfälscht ist;
  • dass die Honigmenge aus den weltweit größten honigerzeugenden Regionen aufgrund des schlechten Gesundheitszustands der Bienen seit 2002 stagniert oder zurückgegangen ist, während sich die in China produzierte Honigmenge verdoppelt hat (auf etwa 450 000 Tonnen pro Jahr seit 2012) und somit größer ist als die Honigerzeugung der EU, Argentiniens, Mexikos, der USA und Kanadas zusammen;
  • dass 2015 mehr als die Hälfte der Honigeinfuhren der EU aus China kam – etwa 100 000 Tonnen, doppelt so viel wie die 2002 eingeführte Menge –, obwohl in anderen Teilen der Welt die Zahl der Bienenvölker zurückgegangen ist;
  • dass Imkerverbänden und Berufsimkern zufolge ein Großteil des aus China eingeführten Honigs mit exogenem Zucker aus Zuckerrohr oder Mais verfälscht sein könnte;
  • dass es nicht allen Mitgliedstaaten möglich ist, an Kontrollstellen an den Außengrenzen der EU Analysen durchzuführen, um Unregelmäßigkeiten bei eingeführtem Honig aufzudecken;
  • dass Honig das am dritthäufigsten verfälschte Produkt weltweit ist;
  • dass durch eine Verfälschung den europäischen Imkern große Schäden entstehen und die Verbraucher beträchtlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind;
  • dass die Honigproben der Mitgliedstaaten von der Gemeinsamen Forschungsstelle untersucht wurden, die unter anderem feststellte, dass 20 % der Proben – die an der Außengrenze der EU sowie in den Räumlichkeiten der Importeure gezogen wurden – nicht den in der Richtlinie 2001/110/EG über Honig festgelegten Kriterien für die Zusammensetzung von Honig bzw. für die Verfahren zur Erzeugung von Honig entsprachen und dass 14 % der Proben Zucker zugesetzt war;
  • dass dessen ungeachtet verfälschter und gepanschter Honig weiterhin nach Europa kommt;
  • dass das Ungleichgewicht auf dem europäischen Honigmarkt, das die Folge der massiven Einfuhr von verfälschtem, billigen Honig ist, dazu geführt hat, dass zwischen 2014 und 2016 der Kaufpreis von Honig in den wichtigsten Erzeugerländern der EU (Rumänien, Spanien, Ungarn, Bulgarien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland und Kroatien) um 50 % gesunken ist, und dass dies die europäischen Imker weiterhin in eine schwierige und benachteiligte Lage versetzt;
  • dass viele Verpacker und Händler in der Honigbranche heutzutage Missbrauch mit dieser Art der Ursprungsangabe treiben, um das tatsächliche Ursprungsland sowie den Anteil von Honig aus den einzelnen Ländern zu verbergen, weil die Käufer sich immer besser informieren und Lebensmitteln aus bestimmten Ländern immer mehr misstrauen;
  • die Abgeordneten erwarten, dass die EU-Mitgliedstaaten und die EU-Kommission dafür sorgen, dass eingeführter Honig und sonstige eingeführte Imkererzeugnisse uneingeschränkt die hohen Qualitätsstandards der EU erfüllen, und somit sowohl gegen Honigerzeuger in Drittstaaten vorgehen, die sich unehrlicher Methoden bedienen, als auch gegen Verpacker und Händler in der EU, die verfälschten, eingeführten Honig absichtlich mit Honig aus der EU vermischen;
  • die Abgeordneten fordern die EU-Kommission auf, die umfassende Einfuhr von Honig aus China im Einklang mit der Verordnung (EU) 2016/1036 eingehend zu prüfen und insbesondere das Vorgehen der Unternehmen, die Honig aus China exportieren, zu untersuchen und die Qualität, den Mengenanteil und die Höhe des Verkaufspreises dieses Honigs auf dem Honigmarkt der EU zu bewerten;
  • die Abgeordenten fordern, die Angabe „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ durch einen Hinweis darauf zu ersetzen, aus welchem Land bzw. welchen Ländern genau der im Enderzeugnis verwendete Honig kommt, und diese Länder in der Reihenfolge anzuführen, die dem Mengenanteil in Prozent im Enderzeugnis entspricht (zusätzlich ist der Prozentsatz nach Land für das jeweilige Erzeugnis anzugeben)

So weit, so gut. Diese und weitere Forderungen der EU-Abgeordneten gingen mit dem Auftrag an den EU-Präsidenten, die Entschließung dem EU-Rat und der EU-Kommission sowie den nationalen Parlamenten zu übermitteln. Es gilt abzuwarten, wie und wann zu den Forderungen Stellung bezogen werden wird.

Und hier noch ein interessanter Bericht zu chinesischen "Honigfabriken"


Bienen können rechnen

Wissenschaftler fanden heraus, dass Bienen anscheinend rechnen können. Nicht so, wie man sich das eigentlich vorstellt, dennoch.


Wissenschaftler warnen: Globales Insektensterben möglich!

Mehr dazu unter dem nachfolgenden Link.


Urteil des Europäischen Gerichtshof zu Glyphosat

Der Europäischen Gerichtshof (EuGH) hat nun entschieden, dass die Öffentlichkeit das Recht zum Zugang zu Studien über ein mögliches Krebsrisiko des Pflanzenschutzmittels Glyphosat hat. Die EU-Behörde EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), die für die Zulassung von Glyphosat zuständig ist, hat vor dem EuGH verloren. Sie muss Krebs-Studien zu Glyphosat veröffentlichen. Die dem Urteil vorausgegangene Entscheidung der EFSA, entsprechende Untersuchungen nicht zu veröffentlichen, ist damit hinfällig. Mehr dazu unter dem nachfolgenden Link.


Pestizide sollen ungeprüft wieder auf den Markt kommen / Zulassung für Glyphosat bis zum Jahresende verlängert

Und jetzt streiten sich Bundesministerien


Möglicher Ersatz für Glyphosat entdeckt

Wissenschaftler der Universität Tübingen haben einen möglichen Ersatz für Glyphosat aus einem Naturstoff entdeckt. Mehr dazu unter dem nachfolgenden Link.


Glyphosat doch schädlich für Bienen

Laut einer Studie amerikanischer Wissenschaftler hat, entgegen der Darstellung des Herstellers, das Herbizid Glyphosat, also ein Unkrautvernichtungsmittel, doch eine schädigende Wirkung auf Bienen.

Mehr dazu lesen Sie bitte unter dem nachfolgenden Link.


Glyphosat erneut in den Medien

Das ARD-Magazin Fakt veröffentlichte in seiner Sendung vom 15.01.2019, dass der Hersteller des Pflanzengifts Glyphosat, die von der Fa. Bayer übernommene Fa. Monsanto, offensichtlich Einfluss auf wissenschaftliche Studien zu dem Mittel genommen hat. Ein als unabhängig geltender britischer Wissenschaftler soll eine Studie als seine deklariert haben, obwohl ein Monsanto-Mitarbeiter maßgeblich daran beteiligt war. U.a. wurden auch Monsanto-Manager zitiert, die in einer E-Mail aus dem Jahr 2015 zum Resümee kamen, man könne Kosten durch eigene Studien einsparen, die Wissenschaftler redigieren und dann ihren Namen darunter setzen.

Das lässt aufhorchen, zumal die weitere Anwendung von Glyphosat von der EU jüngst um 5 Jahre verlängert wurde.

Weitere Informationen zu den Recherchen des ARD-Magazins Fakt siehe unter dem nachfolgenden Link (Youtube-Video der Sendung vom 15.01.2019).


Pressemitteilung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Am 08.11.2018 erging eine Pressemitteilung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit dem Thema:

Illegaler Handel mit Pflanzenschutzmittel ist globales Problem.

Demnach befasse sich die sogenannte organisierte Kriminalität immer mehr mit dem illegalen Handel mit zum Teil auch gefälschten Pflanzenschutzmitteln. Die Verbreitung dieser illegalen Mittel könne eine Gesundheits- und Umweltgefährdung darstellen und verursache große wirtschaftliche Schäden. 

Man könnte erschaudern, wenn die Gedanken einem weiterführen.


Agrar-Atlas 2019 am 09.01.2019 veröffentlicht

Umfangreiche Erläuterungen zur EU-Agrarpolitik mit interessanten Grafiken wie z.B. zum Thema Biodiversität in Deutschland (siehe Link zur PDF, dort ab Seite 28).


Ein sehenswertes Video mit Aufnahmen unter dem Rasterelektronenmikroskop (u.a. von Bienen --> ab ca. Minute 4 der Videosequenz)


Vom Ei bis zur Biene - Erstaunliche Aufnahmen in Zeitraffer!


Schon mal so etwas gesehen?

Bitte das Video starten und danach den Link zu Youtube anklicken.

..... und hier die Hintergründe zum vorhergehenden Video

Ein kurzer Animationsfilm bzw. Erklärvideo zum Thema Bienensterben