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21.12.2020:   ⇒⇒ Home/Neuigkeiten/"18.12.2020 Verbotenes Neonicotinoid per Notfallzulassung wieder zugelassen!"

27.12.2020:   ⇒⇒ Home/Neuigkeiten/Ergänzung zu "18.12.2020 Verbotenes Neonicotinoid per Notfallzulassung wieder zugelassen!" und "D.I.B. Aktuell Dezember 2020"

05.01.2021:   ⇒⇒ Verein/Neuimker und  ⇒⇒ Verein/Termine 2021

08.01.2021:   ⇒⇒ Home/Neuigkeiten/"05.01.2021 Notfallzulassung für Cruiser 600 FS geändert."

12.01.2021:   ⇒⇒ Verein/Mit Bienen wandern

15.01.2021:   ⇒⇒ Home/Aktuelles/Infobrief der Bieneninstitute vom 15.01.2021  ⇒⇒ Home/Neuigkeiten/"15.01.2021 Offener Brief an Bundesministerin Julia Klöckner"  ⇒⇒ Verein/Bienensachverständige


Kostenlose Abgabe von Samen der Sorghum-Hirse

Wie im September 2020 unter der Rubrik Interessantes veröffentlicht (siehe nachfolgenden Link "Energiepflanzen für Bienen") ist die hier wenig bekannte Sorghumhirse unter anderem eine wertvolle Eiweißquelle für Bienen im Hochsommer. Sorghumhirse ist darüberhinaus essbar und ist in vielen Ländern ein nährstoffreiches Grundnahrungsmittel. Es lohnt sich, im Internet nach Rezepten Ausschau zu halten.

Eine Aussaat 2020 zu Testzwecken zeigte, dass Sorghumhirse reichlich Pollen produziert, der von Bienen gesammelt wird. Auch der Ertrag war reichlich, weshalb derzeit viele Sorghumhirse-Körner für eine nächstjährige Aussaat zur Verfügung stehen.

Wer also nächstes Jahr auch Sorghumhirse anbauen möchte, idealerweise in Verbindung mit einer Blütenmischung, kann gerne Samen kostenlos haben. Hierzu sich einfach über das Kontaktformular auf dieser Internetseite unter dem Stichwort "Sorghumhirse" melden (siehe unter Informationen/Kontakt am rechten unteren Rand der Webseite). Die Übergabemodalität wird dann per E-Mail oder auch Telefon vereinbart.

Informationen zum Anbau gibt es unter dem weiteren Link des Technologie- und Förderzentrums im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 


Aktuelles


Bestellung von Behandlungsmitteln für 2021

Wer Bedarf für subventionierte Behandlungsmittel für das Jahr 2021 hat, kann diese ab sofort über den nachfolgenden Link bestellen. Bitte gleichzeitig auch die Anzahl der Bienenvölker mitteilen.


Infobriefe der Bieneninstitute


Jahresfarben für Königinnen: 

2021: weiss  /  2022: gelb  /  2023: rot  / 

2024: grün  /  2025: blau

Informationen zu den jeweiligen Bildern: Bitte den Mauszeiger für kurze Zeit auf dem jeweiligen Bild belassen oder das Bild zum Vergrößern anklicken. Weitere Bilder siehe Rubrik "Verein/Fotogalerie".


Neuigkeiten


18.12.2020 Verbotenes Neonicotinoid per Notfallzulassung wieder zugelassen!

Trotz eines EU-weiten Verbotes wurde am 18.12.2020 die Anwendung des Wirkstoffs Thiamethoxam, also ein Neonicotinoid, für mehrere Bundesländer, darunter Baden-Württemberg, durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), eine dem Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unterstellte Behörde, im Rahmen einer sogenannten Notfallzulassung genehmigt.

Das Neonicotinoid wird unter der Pflanzenschutzmittelbezeichnung "Cruiser 600 FS" vermarktet und findet Anwendung bei der Zuckerrübenaussaat, um Pflanzenschäden und Ertragsverlusten, verursacht durch das  Vergilbungsvirus, vorzubeugen. Diese zeitlich begrenzte Notfallzulassung (01.01.2021 bis 30.04.2021) ist mit strengen Auflagen verbunden:

  • Die Saatgutbehandlung darf nur in vom Julius Kühn-Institut gelisteten Einrichtungen erfolgen.
  • Die durch die Aussaat ausgebrachte Dosis wurde durch eine verringerte Aussaatstärke und geringeren Mittelaufwand je Saatguteinheit deutlich reduziert auf 49,5 g Wirkstoff je Hektar (gegenüber 78 g/ha bei früheren Zulassungen).
  • Ein anbaubegleitendes Monitoring zur Beobachtung möglicher Umwelteffekte ist durchzuführen.
  • Blühende Zwischenfrüchte dürfen auf der Fläche nicht ausgesät werden.
  • Als Folgekultur dürfen nur Pflanzen angebaut werden, die für Bienen nicht attraktiv sind.
  • Imker oder Bienensachverständige im Umkreis der Aussaatflächen sind vor der Aussaat zu informieren.

So zumindest steht es in der Veröffentlichung der Pressestelle des BVL, einzusehen unter diesem Link:

https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Fachmeldungen/04_pflanzenschutzmittel/2020/2020_12_18_Fa_Notfallzulassungen_Cruiser_600_FS_BW_BY_RP.html

Liest man zudem die eigentliche Notfallzulassung, findet sich eine stattliche Anzahl von weiteren beeindruckenden Auflagen. Zur Notfallzulassung geht es über den nachfolgende Button.

 

Hier eine kleine Auswahl dieser Auflagen:

  • „Auf Flächen, auf denen das behandelte Saatgut aufgebracht worden ist, dürfen im selben und im Folgejahr keine blühende Zwischenfrüchte und keine bienenattraktiven Kulturen, insbesondere Raps, Sonnenblumen, Mais, Leguminosen, Kartoffeln, Silphie, nachgebaut werden. In der Nachfolgekultur sind blühende Beikräuter zu vermeiden, eine Brache ist als Folgekultur nicht möglich. Die betroffene Fläche darf auch nicht als Blühfläche benutzt werden.“
  • "Bei der Aussaat darf jeweils in der äußersten Reihe des zu bestellenden Ackers kein behandeltes Saatgut ausgebracht werden."
  • "Das Mittel ist giftig für Vögel; deshalb dafür sorgen, dass kein Saatgut offen liegen bleibt. Vor dem Ausheben der Schare Dosiereinrichtung rechtzeitig abschalten, um Nachrieseln zu vermeiden."

Entgegen der Pressemitteilung des BVL enthält die Notfallzulassung hinsichtlich der Informationspflicht gegenüber Imkern und Bienensachverständigen nur die Verpflichtung für die zuständigen Bienensachverständigen:

  • „In geeigneter Weise sind die zuständigen Bienensachverständigen in den betroffenen Regionen über den Zeitraum der Aussaat des behandelten Zuckerrübensaatgutes vorab zu informieren.“

Die vom BVL genehmigte Notfallzulassung muss nun vom zuständigen Pflanzenschutzdienst Baden-Württemberg mittels einer Rechtsverordnung oder Allgemeinverfügung nach § 6 und § 8 des Pflanzenschutzgesetzes umgesetzt werden.

Was hat das nun mit einer Gefährdung für Bienen zu tun, da Zuckerrüben nicht blühen bzw. erst im darauf folgenden Jahr und vorher geerntet werden? Das Neonicotinoid wird von der behandelten Pflanze aufgenommen und entfaltet seine schädigende Wirkung auf Insekten u.a. über Pollen und Nektar und ebenso Guttation (Wasserausscheidung über Blätter = kontaminiertes Guttationswasser). Bei der Aussaat besteht die Gefahr der Verstäubung bzw. Abdrift (mitunter ein Grund für das massenhafte Bienensterben 2008 am Oberrhein).

Erwiesenermaßen stellt der Wirkstoff Thiamethoxam eine große Gefahr für eine Vielzahl von Insekten dar. Nicht ohne Grund wurde dieser und andere Wirkstoffe von der EU verboten. Es gilt nun abzuwarten, ob Bienensachverständige tatsächlich über die Anwendung von Cruiser 600 FS informiert werden. Die im Hinblick darauf verfassten Formulierungen in der Notfallzulassung geben Anlass zu Kritik, weshalb unser Verein dem LTZ Augustenberg und dem Regierungspräsidium Tübingen am 20.12.2020 konkrete Vorschläge zur Umsetzung dieser Informationsverpflichtung übermittelt hat.

05.01.2021 Notfallzulassung für Cruiser 600 FS geändert.

Am 07.01.2021 teilte das Regierungspräsidium Tübingen als Antwort auf die Umsetzungsvorschläge per E-Mail mit, dass die Notfallzulassung für Cruiser 600 FS in Zuckerrüben vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) geändert worden ist. Demnach wurde am 05.01.2021 die folgende Auflage geändert (siehe auch nachfolgenden Link):

Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen:  "In geeigneter Weise sind die regional betroffenen Imkerverbände oder regional zuständigen Bienensachverständige über den Zeitraum der Aussaat des behandelten Zuckerrübensaatgutes vorab zu informieren.“

In der ursprünglichen Fassung war die Unterrichtung der Imkerverbände nicht enthalten. Saatgutausbringer haben somit die Möglichkeit, ihrer auferlegten Informationspflicht leichter nachzukommen, da sie nun einen konkret genannten Ansprechpartner für das jeweilige Bundesland erhalten haben und nicht umständlich nach einem zuständigen Bienensachverständigen recherchieren müssen.

Anbei: Das BVL hat für folgende Bundesländer diese (nun überall geänderte) Notfallzulassung zwischenzeitlich erlassen:

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein (Stand vom 07.01.2021)

15.01.2021 Offener Brief an Bundesministerin Julia Klöckner

In einer gemeinsamen Aktion vom 15.01.2021 veröffentlichten die Aurelia Stiftung, der Deutsche Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V. und der Imkerverband Rheinland-Pfalz einen offenen Brief an Bundesministerin Julia Klöckner, in dem sie u.a. die aktuelle Notfallzulassung für Thiamethoxam im Zuckerrübenanbau und eine bevorstehende Zulassung des weiteren Neonicotinoid-Wirkstoffes Acetamiprid für den Rapsanbau anprangern und die Rücknahme der Notfallzulassung für Thiamethoxam bzw. die nicht erneute Zulassung von Acetamiprid fordern. Weitere Informationen siehe unter dem Link "Offener Brief an Bundesministerin Julia Klöckner" sowie auch "Bienengefährliche Ackergifte für die Saatgutbeize zugelassen".

Meinungsäußerungen der Politik

Im Zusammenhang mit diesen Notfallzulassungen beantragte die Fraktion der FDP im Deutschen Bundestag, das BVL solle die Anträge auf Notfallzulassung für neonikotinoidhaltige Pflanzenschutzmittel zur Beizung von Zuckerrübensaatgut ermöglichen (siehe Antrag der Fraktion der FDP vom 17.11.2020, Bundestags-Drucksache 19/24374). Die Auffassungen der anderen Fraktionen des Deutschen Bundestags und der Bundesregierung sind der Bundestags-Drucksache vom 16.12.2020 im nachfolgenden Link zu entnehmen. Die darin enthaltenen Äußerungen wie, Neonikotinoide seien „Teufelszeug“ oder eine "gefährliche Sache", die "wegen ihrer Schädlichkeit für Bestäuber" vom Markt genommen worden seien, sind interessant zu lesen. Der Antrag der Fraktion der FDP und die Antworten der anderen Fraktionen verdeutlichen den Interessenkonflikt hinsichtlich Kommerz und Umweltschutz.


Das Institut für Bienenkunde Celle hat einen neuen "Praxisleitfaden zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut" veröffentlicht. Siehe nachfolgenden Link.


Das Institut für Bienenkunde Celle informiert zu "Tierwohl" und "Gute Imkerliche Praxis"


Deutscher Imkerbund warnt: Keinen Honig an Bienen verfüttern!


Das Institut für Bienenkunde Celle informiert zu zugelassenen Medikamenten zur Bekämpfung von Bienenkrankheiten


Informationen rund um Bienenwachs und zum neuen Verpackungsgesetz

Veröffentlichung: Deutscher Imkerbund e.V.


D.I.B. Aktuell - Das Infomagazin des Deutschen Imkerbundes e.V.

Zur Ausgabe Oktober 2020 siehe nachfolgenden Link


Interessantes


14.12.2020 Bienen wissen es: Hornissen mögen keinen Mist!

Nicht nur Menschen empfinden den Geruch von Mist als nicht appetitanregend, sondern offensichtlich auch Hornissen. Zumindest die in Asien beheimatete Riesenhornisse. Das haben Forschende festgestellt; nicht mit der Nase aber mit den Augen. Aufgefallen sind ihnen nämlich seltsame Flecken an den Eingängen von Bienenkästen, die sie näher in Augenschein nahmen und sodann ihr Interesse für weitere Untersuchungen weckte, denn es handelte sich um Tierkot, den die in Vietnam lebenden Bienen als Abwehrstoff gegen räuberische Riesenhornissen erfolgreich verwenden. Wie man zu so einem Forschungsergebnis kommt, wird im nachfolgenden Link ersichtlich.

Interessant wäre nun, ob auch unsere heimischen Hornissen und insbesondere deren verwandten Wespen eine Abneigung gegen Mist aufweisen. Möglicherweise wäre die Strategie der asiatischen Bienen die Lösung für lästige Wespen, die manchmal zahlreich um das Frühstückshonigbrot im Freien ihre Runden drehen. Das Problem hierbei dürfte allerdings darin bestehen, dass nur hartgesottene ImkerInnen mit Appetit ihr Frühstück zu sich nehmen könnten.


15.11.2020 Imkerschaft gegen Corona immun?

Die Nachricht in verschiedenen Imkerzeitschriften ließ aufhorchen: Chinesische Wissenschaftler  verbreiteten die Information, dass Imker angeblich immun gegen das Corona-Virus wären. Diese nicht schlüssige Behauptung ließ wiederum deutsche Forschende nicht ruhig schlafen, weshalb sie die Imkerschaft befragten. Das Resultat dieser Studie, veröffentlicht im Magazin für Imker "bienen & natur" ist im nachfolgenden Link zu lesen.


16.10.2020 Wie entscheiden Wächterbienen, wer in den Bienenstock darf?

Der mehr oder weniger geläufige Ausspruch: "Den/Die kann ich nicht riechen!" trifft wohl auch auf Bienen zu, denn Forschende haben herausgefunden, dass Bienen anhand des Geruchs erkennen, ob Freund oder Feind Zutritt in den Bienenstock will. Passt der Geruch, wird der Eintritt gewährt, passt er nicht, kann es bekanntlich zu Reibereien kommen. Weshalb Bienen dazu in der Lage sind, wird im nachfolgenden Link erklärt.


17.09.2020 Effektivere Bestäubungsleistung durch Konditionierung von Honigbienen

Argentinische Forschende haben Honigbienen durch gezielte Prägung auf Kulturpflanzen konditioniert, dass sie am Beispiel von Sonnenblumen diese verstärkt besuchten, dadurch intensiver bestäubten und somit die Samenproduktion erhöhten. Ein Kontrollvergleich habe eine Ertragssteigerung von 29 bis zu 57 Prozent ergeben. Das Verfahren wird nun u.a. bei Mandeln, Birnen und Äpfeln fortgeführt, um das Potenzial zur Bestäubungseffizienz und Produktivität vieler wichtiger landwirtschaftlicher Nutzpflanzen zu erforschen.

Mehr Info im nachfolgenden Link.


01.09.2020 Energiepflanzen für Bienen

Sorghum-Hirse schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördertes Vorhaben soll für einen insektenfreundlichen Energiepflanzenanbau sorgen. Zum einen dient Sorghum-Hirse als Maisersatz für die Biogaserzeugung und zum anderen als wertvolle Eiweißquelle im Hochsommer, dessen Pollen Bienen gerne sammeln. Werden dann noch Blühmischungen gemeinsam mit Sorghum angebaut, würde dies ein Beitrag zur Überbrückung der sommerlichen Trachtlücke darstellen. Potenzielle Sorghum-Mischungspartner werden in einen nun angelaufenen Vorhaben getestet und gleichzeitig die Attraktivität für Bienen näher untersucht.

Mehr dazu im nachfolgenden Link.


20.08.2020 Honig besser als Erkältungsmittel

Honig lindert Erkältungssymptome effektiver als die üblichen Medikamente. Das haben Forschende nach Auswertung zahlreicher Studien festgestellt.

Mehr dazu im nachfolgenden Link.


10.06.2020 Fressen Wachsmottenlarven Plastik?

2017 ging es durch die Medien: Wachsmottenlarven fressen Plastik. Aufgrund dessen wurden Überlegungen angestellt, Wachsmotten zu züchten und deren Larven zur Beseitigung des allgegenwärtigen Plastikmülls einzusetzen. Was ist daraus geworden?

Ein Team des Fraunhofer-Instituts hat nun festgestellt, dass Wachsmottenlarven zwar Plastik zernagen und dabei geringe Teile fressen, jedoch werden die Plastikanteile wieder ausgeschieden und belasten weiterhin die Umwelt.

Mehr dazu im nachfolgenden Youtube-Video.


27.05.2020 Melezitose führt zu Bienensterben

Wissenschaftler der Universität Hohenheim konnten nach 3-jährigen Laborexperimenten die Vermutung bestätigen, dass Melezitose zur Schädigung der Darmbakterien der Bienen führt und dadurch deren Lebensdauer reduziert wird. Mehr dazu im nachfolgenden Link.


26.05.2020 Neonikotinoide wirken sich auf Ammenbienen aus

Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt stellten fest, dass Neonikotinoide, also hochwirksame Insektizide, das Verhalten von Ammenbienen verändert und sie dadurch die Larven seltener füttern. Dies führt zu einer längere Entwicklungszeit der Larven im Stock und kann wiederum den Befall des Bienenschädlings Varroa-Milbe begünstigen. Bekannt wurde dies durch die Anwendung einer neuen Videotechnik. Mehr dazu im nachfolgenden Link.


22.05.2020 Kuriose Angewohnheit von Hummeln

Forscher in Zürich bemerkten ein merkwürdiges Verhalten von Hummeln. Sie beißen in Blätter von noch nicht blühenden Pflanzen. Der nun nachgewiesene Effekt: Die Pflanzen werden dadurch zu einer deutlich schnelleren Blütenentwicklung angeregt. Hummel kommen somit früher zu Nahrung. Wie es zu dieser interessanten Entdeckung kam, ist dem nachfolgenden Link zu entnehmen.


24.04.2020 Futterpflanzen für Insekten stark reduziert

Ein Forscherteam aus der Schweiz und Deutschland wiesen nach, dass die Diversität der Futterpflanzen für Insekten in den vergangenen rund 100 Jahren dramatisch abgenommen hat und somit im Zusammenhang mit dem Insektensterben steht, denn weniger Futterpflanzen bedeutet, weniger Insekten. Mehr dazu unter dem nachfolgenden Link.


12.02.2020: Durchwachsene Silphie schlägt Mais

Nach einer nun 14-jährigen Testung steht fest, die Durchwachsene Silphie eignet sich bestens als Energiepflanze für Biogasanlagen und gilt somit als gleichwertiger Ersatz für Mais. Zudem hat die Durchwachsene Silphie die Vorteile, dass ihre Blüten Insekten Nahrung bieten, sie als Dauerkultur die Böden schont, ihr Bedarf an Mineraldüngern und Pflanzenschutzmitteln gering ist und sie bereits bei 10-jähriger Nutzungsdauer dem Mais hinsichtlich der Kosten für Frisch- und Trockenmasse im langjährigen Durchschnitt überlegen ist. Landwirte in Deutschland setzen für ihre Biogasanlagen deshalb wohl verstärkt auf die Durchwachsene Silphie. Nebeneffekt für Imker: Man kann einen ausgesprochen leckeren Honig ernten.


Gentechnik erfolgreich gegen Varroamilbe?

Amerikanische Forscher haben Bakterien, die im Darm von Bienen natürlich leben, gentechnisch so verändert, dass die gefährlichen Krankheitserreger Krüppelflügelvirus und Varroamilben verenden. Das zumindest wurde bei Versuchsbienen in Gruppen von nur 20 Stück beobachtet.

Der Haken: Bislang wurde nicht untersucht, ob dies auch bei einer üblichen Volksstärke von mehreren tausend Bienen funktioniert. Erhebliche Bedenken gibt es insbesondere deshalb, weil die ökologischen Auswirkungen bei Freisetzung dieser Bakterien nicht absehbar sind.

Weitere Informationen siehe die nachfolgenden Links.


23.01.2020 Honigbienen bevorzugen Erdbeeren statt Raps

Die Wissenschaft ist um eine Erkenntnis reicher: Wenn Erdbeerfelder neben Raps stehen, bevorzugen Honigbienen das Erdbeerfeld.

Wie man zu so einem Ergebnis kommt ist dem nachfolgenden Link zu entnehmen.


Insektenatlas 2020

Der Insektenatlas 2020 wurde aktuell veröffentlicht, dem interessante Beiträge zum Artenschwund zu entnehmen sind.

Mehr dazu im nachfolgenden Link.


Infografik des Europäischen Parlaments

Unter dem Titel "Immer weniger Bienen, immer weniger Bestäuber: Was steckt dahinter?" wurden Informationen des Europäischen Parlaments in einer Infografik veröffentlicht. 

Siehe Link zur Infografik.


Handbestäubung von Obstbäumen in China - ja oder nein?

Unter der Überschrift "Mythos Handbestäubung" forderte ein Abgeordneter des Landtags von Baden-Württemberg Antworten von der Landesregierung ein.

Sehr interessant ist die Antwort der Landesregierung vom 24.09.2019.


Können Kommunen Steingärten verbieten?

Verschiedene Abgeordnete des Landtags von Baden-Württemberg stellten der Landesregierung Fragen zu Steingärten, u.a. auch die Frage, ob "Kommunen Steingärten verbieten können".

Die Antworten der Landesregierung sind den nachfolgenden Links zu entnehmen.

Steingärten in Baden-Württemberg nun verboten!

Letztendlich führte das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ dazu, dass der Landtag Baden-Württemberg das Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes und des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes beschloss (siehe Link Gesetzblatt Nr. 27 für Baden-Württemberg), indem u.a. die Rechtsgrundlage zum Verbot von Steingärten in Baden-Württemberg erlassen wurde. Das eigentliche Verbot wurde im Gesetz des Landes Baden-Württemberg zum Schutz der Natur und zur Pflege der Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG)  verankert und ist seit 31.07.2020 gültig. Dort ist im § 21a unter dem Titel "Gartenanlagen" folgendes ergänzt worden:

"Es ist darauf hinzuwirken, dass Gartenanlagen insektenfreundlich gestaltet werden und Gartenflächen vorwiegend begrünt werden. Schotterungen zur Gestaltung von privaten Gärten sind grundsätzlich keine andere zulässige Verwendung im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 1 LBO. Gartenflächen sollen ferner wasseraufnahmefähig belassen oder hergestellt werden."

In der zitierten Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO)  ist fixiert:

"§ 9
Nichtüberbaute Flächen der bebauten Grundstücke, Kinderspielplätze

(1) Die nichtüberbauten Flächen der bebauten Grundstücke müssen Grünflächen sein, soweit diese Flächen nicht für eine andere zulässige Verwendung benötigt werden. Ist eine Begrünung oder Bepflanzung der Grundstücke nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, so sind die baulichen Anlagen zu begrünen, soweit ihre Beschaffenheit, Konstruktion und Gestaltung es zulassen und die Maßnahme wirtschaftlich zumutbar ist."

Der Gesetzeswortlaut zum Naturschutzgesetz ist im nachfolgenden Link ersichtlich. Der Gesetzestext zur Landesbauordnung ist über den orange/braun markierten Link oben abrufbar.


Erste Genbank für Honigbienen im Aufbau

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gab am 12.08.2019 bekannt, dass sie den Aufbau der europaweit ersten Genbank für Honigbienen als Projektträger betreut. Hintergrund ist, dass die in Deutschland heimische Dunkle Honigbiene fast ausgerottet ist und auch die genetische Vielfalt der häufig gezüchteten Kärntner Honigbiene verloren geht.

Mehr dazu im nachfolgenden Link.


Zusatzstoffe für Pestizide akut giftig für Bienen

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass die gängige Praxis der Beimischung von chemischen Zusatzstoffen bei der Anwendung von Pestiziden für Bienen akut giftig wirkt. Solche Zusatzstoffe werden angewandt, um z.B. Pestizide besser spritzbar zu machen oder damit sie besser an den Pflanzen haften. Bei Zulassungstests erwiesen sich Zusatzstoffe für sich alleine als unschädlich für Bienen und galten somit als ungefährlich. Im Zusammenspiel mit Pestiziden hat sich nun das Gegenteil herausgestellt, wie schon länger vermutet wurde.

Mehr dazu im nachfolgenden Link.


Was machen unsere Landtagsabgeordnete? Zum Beispiel zum Thema Imkerei?

Hier ein kleiner Einblick in die Arbeit der Volksvertreter im Landtag von Baden-Württemberg in der Form einer sogenannten "Großen Anfrage" vom 17.04.2018 an die Landesregierung zum Thema:

  • Rückgang der Bienenpopulation und die Situation der Imkerinnen und Imker in Baden-Württemberg

sowie eine"Kleine Anfrage"vom 17.10.2018 mit ergänzenden Fragen zu der o.a. Großen Anfrage.

 

Unter dem Titel "Bienen sind nützlich – Einsatz für Artenvielfalt und die natürlichen Lebensgrundlage" stellten mehrere Abgeordnete am 06.06.2019 Fragen an die Landesregierung rund um die Bienenhaltung in Baden-Württemberg. 

Zur Antwort der Landesregierung siehe nachfolgenden Link.

 

Zum Anderen machten sich die Abgeordneten auch Gedanken zu Pachtzahlungen bei Aufstellung von Bienenvölkern im Staatsforst von Baden-Württemberg und auch zum Recht des Befahrens von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen.


Beachtenswerte Hintergrundinformationen des Europäischen Parlaments

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments forderten am 01.03.2018 die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, mehr für den Schutz der Bienengesundheit, der Bekämpfung der Honigverfälschung und der Unterstützung der Imker zu tun.

Hierzu verabschiedeten sie eine sogenannte Entschließung mit sehr interessanten Hintergrundinformationen. Lesenswert!

Hier ein kleiner Auszug (ausführlicher zu lesen im nachfolgenden Originaldokument - siehe Link):

Die Abgeordneten hielten u.a. fest,

  • dass eingeführter Honig im Jahr 2015 durchschnittlich 2,3 Mal billiger war als in der EU erzeugter Honig;
  • dass die EU jährlich etwa 200 000 Tonnen Honig einführt, hauptsächlich aus China, der Ukraine, Argentinien und Mexiko, wodurch Imkern aus der EU gegenüber Erzeugern aus Drittländern ein erheblicher Wettbewerbsnachteil entsteht und ein höheres Maß an Selbstversorgung verhindert wird;
  • dass die Verbraucher oft glauben, Honig aus der EU zu verzehren, wenn ein Teil dieses Honigs in Wirklichkeit eine Mischung von Honig aus der EU und aus einem Drittland ist, während ein Großteil des eingeführten Honigs verfälscht ist;
  • dass die Honigmenge aus den weltweit größten honigerzeugenden Regionen aufgrund des schlechten Gesundheitszustands der Bienen seit 2002 stagniert oder zurückgegangen ist, während sich die in China produzierte Honigmenge verdoppelt hat (auf etwa 450 000 Tonnen pro Jahr seit 2012) und somit größer ist als die Honigerzeugung der EU, Argentiniens, Mexikos, der USA und Kanadas zusammen;
  • dass 2015 mehr als die Hälfte der Honigeinfuhren der EU aus China kam – etwa 100 000 Tonnen, doppelt so viel wie die 2002 eingeführte Menge –, obwohl in anderen Teilen der Welt die Zahl der Bienenvölker zurückgegangen ist;
  • dass Imkerverbänden und Berufsimkern zufolge ein Großteil des aus China eingeführten Honigs mit exogenem Zucker aus Zuckerrohr oder Mais verfälscht sein könnte;
  • dass es nicht allen Mitgliedstaaten möglich ist, an Kontrollstellen an den Außengrenzen der EU Analysen durchzuführen, um Unregelmäßigkeiten bei eingeführtem Honig aufzudecken;
  • dass Honig das am dritthäufigsten verfälschte Produkt weltweit ist;
  • dass durch eine Verfälschung den europäischen Imkern große Schäden entstehen und die Verbraucher beträchtlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind;
  • dass die Honigproben der Mitgliedstaaten von der Gemeinsamen Forschungsstelle untersucht wurden, die unter anderem feststellte, dass 20 % der Proben – die an der Außengrenze der EU sowie in den Räumlichkeiten der Importeure gezogen wurden – nicht den in der Richtlinie 2001/110/EG über Honig festgelegten Kriterien für die Zusammensetzung von Honig bzw. für die Verfahren zur Erzeugung von Honig entsprachen und dass 14 % der Proben Zucker zugesetzt war;
  • dass dessen ungeachtet verfälschter und gepanschter Honig weiterhin nach Europa kommt;
  • dass das Ungleichgewicht auf dem europäischen Honigmarkt, das die Folge der massiven Einfuhr von verfälschtem, billigen Honig ist, dazu geführt hat, dass zwischen 2014 und 2016 der Kaufpreis von Honig in den wichtigsten Erzeugerländern der EU (Rumänien, Spanien, Ungarn, Bulgarien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland und Kroatien) um 50 % gesunken ist, und dass dies die europäischen Imker weiterhin in eine schwierige und benachteiligte Lage versetzt;
  • dass viele Verpacker und Händler in der Honigbranche heutzutage Missbrauch mit dieser Art der Ursprungsangabe treiben, um das tatsächliche Ursprungsland sowie den Anteil von Honig aus den einzelnen Ländern zu verbergen, weil die Käufer sich immer besser informieren und Lebensmitteln aus bestimmten Ländern immer mehr misstrauen;
  • die Abgeordneten erwarten, dass die EU-Mitgliedstaaten und die EU-Kommission dafür sorgen, dass eingeführter Honig und sonstige eingeführte Imkererzeugnisse uneingeschränkt die hohen Qualitätsstandards der EU erfüllen, und somit sowohl gegen Honigerzeuger in Drittstaaten vorgehen, die sich unehrlicher Methoden bedienen, als auch gegen Verpacker und Händler in der EU, die verfälschten, eingeführten Honig absichtlich mit Honig aus der EU vermischen;
  • die Abgeordneten fordern die EU-Kommission auf, die umfassende Einfuhr von Honig aus China im Einklang mit der Verordnung (EU) 2016/1036 eingehend zu prüfen und insbesondere das Vorgehen der Unternehmen, die Honig aus China exportieren, zu untersuchen und die Qualität, den Mengenanteil und die Höhe des Verkaufspreises dieses Honigs auf dem Honigmarkt der EU zu bewerten;
  • die Abgeordenten fordern, die Angabe „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ durch einen Hinweis darauf zu ersetzen, aus welchem Land bzw. welchen Ländern genau der im Enderzeugnis verwendete Honig kommt, und diese Länder in der Reihenfolge anzuführen, die dem Mengenanteil in Prozent im Enderzeugnis entspricht (zusätzlich ist der Prozentsatz nach Land für das jeweilige Erzeugnis anzugeben)

So weit, so gut. Diese und weitere Forderungen der EU-Abgeordneten gingen mit dem Auftrag an den EU-Präsidenten, die Entschließung dem EU-Rat und der EU-Kommission sowie den nationalen Parlamenten zu übermitteln. Es gilt abzuwarten, wie und wann zu den Forderungen Stellung bezogen werden wird.

Und hier noch ein interessanter Bericht zu chinesischen "Honigfabriken"


Glyphosat doch schädlich für Bienen

Laut einer Studie amerikanischer Wissenschaftler hat, entgegen der Darstellung des Herstellers, das Herbizid Glyphosat, also ein Unkrautvernichtungsmittel, doch eine schädigende Wirkung auf Bienen.

Mehr dazu lesen Sie bitte unter dem nachfolgenden Link.


Pressemitteilung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Am 08.11.2018 erging eine Pressemitteilung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit dem Thema:

Illegaler Handel mit Pflanzenschutzmittel ist globales Problem.

Demnach befasse sich die sogenannte organisierte Kriminalität immer mehr mit dem illegalen Handel mit zum Teil auch gefälschten Pflanzenschutzmitteln. Die Verbreitung dieser illegalen Mittel könne eine Gesundheits- und Umweltgefährdung darstellen und verursache große wirtschaftliche Schäden. 

Man könnte erschaudern, wenn die Gedanken einem weiterführen.


Ein sehenswertes Video mit Aufnahmen unter dem Rasterelektronenmikroskop (u.a. von Bienen --> ab ca. Minute 4 der Videosequenz)


Vom Ei bis zur Biene - Erstaunliche Aufnahmen in Zeitraffer!


Interessantes über Hornissen und Wespen

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